🚫 Der Schock-Poster – wenn jemand extreme Videos in die Klassengruppe stellt
In fast jeder Klassengruppe gibt es irgendwann jemanden, der rassistische, pornografische oder gewalttätige Videos oder Bilder postet.
Oft nur, um zu provozieren, zu schockieren oder Aufmerksamkeit zu bekommen.
Nichts ist zu extrem – Hauptsache, alle reagieren.
Aber:Â Das ist nicht lustig, das ist ĂĽbergriffig.
Solche Inhalte können verletzend, strafbar oder traumatisierend sein – und gehören nicht in eine Klassengruppe.
đź’ˇ Was du tun kannst
- Reagiere nicht mit Lach-Emojis oder Kommentaren.
Jede Reaktion ist Aufmerksamkeit – genau das will der oder die Schock-Poster: Aufmerksamkeit und Macht. - Sprich Erwachsene an.
Wende dich an:- deine Lehrerin oder deinen Lehrer,
- die Schulsozialarbeit,
- deine Eltern oder
- eine andere Vertrauensperson.
Diese können die Situation einschätzen, das Gespräch suchen und gegebenenfalls eingreifen.
- Sichere Beweise, lösche sie aber nicht selbst.
Mach Screenshots und zeig sie einer erwachsenen Person.
Verteile oder speichere die Inhalte nicht weiter – das kann dich selbst in Schwierigkeiten bringen. - Melde den Inhalt.
Wenn das Material pornografisch, rassistisch oder gewaltverherrlichend ist, kannst du es auch melden oder anzeigen:- 💻 jugend.support: www.jugend.support
- 🕵️ Internet-Beschwerdestelle: www.internet-beschwerdestelle.de
- 👮 Polizei / Onlinewache deines Bundeslandes
🌿 Warum das wichtig ist
Solche Videos schaden – sie zerstören Vertrauen, Respekt und das Miteinander in der Gruppe.
Wenn du dich dagegen positionierst oder Hilfe holst, schĂĽtzt du nicht nur dich selbst, sondern alle in der Klassengruppe.
Hier sind Anlaufstellen bei akuten Problemen:
Telefonseelsorge
0800 111 0111 oder 0800 111 0222
Die Telefonseelsorge ist eine anonyme und kostenlose Beratungsstelle, die bei allen Problemen und Krisen hilft.
Polizei
110
Wenn eine unmittelbare Gefahr besteht, sollte die Polizei ĂĽber die Notrufnummer kontaktiert werden.
Krisendienste Bayern
0800 655 3000
Diese Nummer ist rund um die Uhr erreichbar und bietet UnterstĂĽtzung fĂĽr SchĂĽler und Eltern, informiert das Familienportal.Â
Mobbing
Die Notfallnummer bei Mobbing fĂĽr SchĂĽler ist die
116 111
Es ist kostenlos und anonym und kann von Montag bis Samstag zwischen 14 und 20 Uhr erreicht werden.
Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch
0800 22 55 530
Das Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch ist die bundesweite, kostenfreie und anonyme Anlaufstelle fĂĽr Jugendliche und Erwachsene, die Entlastung, Beratung und UnterstĂĽtzung suchen, die sich um ein Kind sorgen, die einen Verdacht oder ein „komisches GefĂĽhl“ haben, die unsicher sind und Fragen zum Thema stellen möchten.
Das Hilfe-Telefon bietet Jugendlichen und Erwachsenen auch eine Online-Beratung per Mail oder Chat.
Weitere hilfreiche Links:
(Wir ĂĽbernehmen keine Verantwortung fĂĽr weiterfĂĽhrende Links.)
• Correktiv – Faktencheck & Journalismus
• BR Faktenfuchs – Faktencheck
• HateAid – Hilfe bei digitaler Gewalt & mehr
• Dickstinction – Meldestelle für unerwünschte Dickpics
• Cybermobbing-Hilfe Onlineberatung – Vereinsarbeit: Hilfe & Prävention
- Pauline Füg – Autorin von Digitale Achtsamkeit Teen-Edition
www.paulinefug.de
→ bietet 1:1-Coachings, Beratungen für Lehrkräfte & Schüler:innen sowie Achtsamkeitskurse an - Ingvar Glückslehrer – Co-Autor von Digitale Achtsamkeit Teen-Edition
www.glueckslehrer.com
→ bietet 1:1-Coachings, Workshops und Achtsamkeitskurse für Schulen & Pädagog:innen an