Gehirn aus, Smartphone an
Wer vom Smartphone-Zombie gebissen wird, stolpert nur noch durch die Welt, unfähig, die Schönheit um ihn herum zu sehen oder echte menschliche Interaktionen zu genießen. Sein Leben spielt sich in Apps und Likes ab.
„Muss noch schnell dieses Like geben!“
Wir hätten die Karte auch noch kürzer mit „Smombie“ betiteln können, also dem Kofferwort aus Smartphone und Zombie. Es hält sich auch das Gerücht, dass die junge Generation diesen Begriff erfunden hat, um das unschöne Smartphone-Verhalten ihrer Eltern zu beschreiben. Dafür konnten wir keinen Beleg finden.
Es tut auch nichts zur Sache, denn Smombies begegnen uns in allen Altersstufen. Die Angst, unachtsam gegen Laternen zu laufen oder schlimmere Unfälle zu erleben, bewahrheitet sich zum Glück meistens nicht. Ähnlich wie beim Scroll-Suchtling ist aber nicht der körperliche Schmerz nicht das größte Problem, sondern der verlorene Bezug zur realen Welt und die Momente der Entspannung. Eine direkte Manifestation dieses verlorenen Bezugs ist das Phubbing. Das ist ein Kunstwort aus den englischen Wörtern “Phone” und “Snubbing” (vor den Kopf stoßen). Wer phubbed ignoriert seine Gesprächspartner zu Gunsten des Smartphones. So steigt er oder sie zumindest zeitweise gedanklich aus dem aktuellen Gespräch aus, um sich dem Bildschirm zuzuwenden.
Schaue dir die echten Dinge an
Ja, Social Media und Handygames können toll sein. Aber weißt du, was noch toll ist? Deine Mitmenschen, lebendige Geräusche der Stadt, die Bäume entlang des Weges oder die Vögel, die am Himmel fliegen. Wie wäre es, wenn du beim nächsten Fußmarsch diesen analogen Dingen deine Aufmerksamkeit schenkst?
Du wirst nicht nur mit schönen Eindrücken belohnt, sondern mit einem Geist, der einfach mal herunterfahren darf. Und wenn es auch nur ein paar Minuten sind. Real-Life Hobbys versetzen dich noch schneller in diesen Zustand.
Nur eine Sache: Falls du Vögel zwitschern hörst, mach es nicht wie Hans-Guck-in-die-Luft. Shoutout an alle, die den Struwwel-Peter noch kennen.
Zu viel Aufmerksamkeit nach innen gerichtet?
Noch mal ein paar Schritte (gedanklich) zurück, an dem Punkt, an dem der Smartphone-Zombie das Haus verlassen hat. Warum greifen wir bei kurzen Fußmärschen so routiniert zum Smartphone? Manchmal liegt es am FOMO-Flüsterer. Wie furchtbar wäre es doch – so flüstert er dir ein – wenn du diese Minuten „verschwenden“ würdest, ohne dich auf den aktuellen Stand zu bringen.
Sehr oft ist auch ein Gedanken-Gewitter gemeldet, und du hast keinen Schirm dabei. Gehen erfordert kaum aktive Aufmerksamkeit, so dass dein Kopf die Gelegenheit hätte, nachzudenken. Nicht immer gefällt dir selbst, was du dann an Gedanken aufsteigt. Wenn du aber deine Gedanken im Griff hast, ist immer zombyfreier Sonnenschein gemeldet.
Zufällig hier gelandet?
Diese Karte ist Teil des Spiel „digitale Achtsamkeit“ von BOSODO Games. Hier lernst du gemeinsam mit anderen, digitale Ablenkungen zu überwinden – spielerisch, interaktiv und mit viel Spaß! Statt stundenlang Bücher zu wälzen, bietet unser Kartenspiel schnelle, praxisnahe Lösungen, die du direkt im Alltag umsetzen kannst.